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Magazin · Wissen

Was ist ein Elisenlebkuchen? Die kurze Antwort

Ein Elisenlebkuchen ist die höchste Qualitätsstufe unter den Lebkuchen. Sein Teig besteht vor allem aus gemahlenen Mandeln und Nüssen, gebunden mit Eiweiß, Zucker und Honig, gewürzt mit typischen Lebkuchengewürzen. Mehl spielt kaum eine Rolle. In Deutschland ist genau festgelegt, was diesen Namen tragen darf: mindestens 25 Prozent Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse und höchstens 10 Prozent Mehl.

Angeschnittener Elisenlebkuchen mit Schokolade, daneben Mandeln, Walnüsse und Zimt

Das Ergebnis ist ein Lebkuchen, der innen saftig und weich ist, nach Nuss und Marzipan schmeckt und kaum etwas mit dem festen, braunen Lebkuchen aus der Supermarkttüte gemeinsam hat.

Die Zutaten eines Elisenlebkuchens

Ein guter Elisenlebkuchen braucht nicht viel. Bei unserer Original Elise mit Schokolade stehen die Zutaten in dieser Reihenfolge auf der Packung:

  • Mandeln: gemahlen und gehackt, der größte Anteil im Teig
  • Hühnereiweiß: bindet die Masse und macht sie locker
  • Zucker und Honig: für Süße und Saftigkeit
  • Marzipan und Haselnüsse: für den runden, nussigen Geschmack
  • Zitronat und Orangeat: kleine Stücke kandierter Zitrusschale, typisch für Lebkuchen
  • Walnüsse: gehackt, für Biss
  • Lebkuchengewürz: typischerweise Zimt, Nelke, Piment, Kardamom und Muskat
  • Oblate: die dünne Waffelschicht unter dem Lebkuchen
  • Überzug: Zartbitterschokolade, Zuckerguss oder gar nichts bei der Sorte Natur

Der Anteil an Mandeln, Hasel- und Walnüssen liegt bei uns bei über 40 Prozent, der Teig selbst kommt ganz ohne Mehl aus. Das ist deutlich mehr, als die Regeln für die höchste Qualitätsstufe verlangen.

Warum heißt er Elisenlebkuchen?

Woher der Name kommt, ist nicht sicher belegt. Die bekannteste Erzählung führt ihn auf Elisabeth zurück, die Tochter eines Nürnberger Lebküchners, nach der ihr Vater seine feinste Sorte benannt haben soll. Sicher ist: Der Elisenlebkuchen hat seine Wurzeln in Nürnberg, wo Lebkuchen seit Jahrhunderten gebacken wird.

Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Begriffen. Nürnberger Lebkuchen ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung und darf nur in Nürnberg hergestellt werden. Elisenlebkuchen dagegen ist eine Qualitätsbezeichnung. Sie beschreibt, was im Teig ist, nicht wo er gebacken wurde. Deshalb gibt es echte Elisenlebkuchen auch aus Bremen.

So entsteht ein Elisenlebkuchen

In unserer gläsernen Manufaktur in der Bremer Überseestadt entsteht jeder Elisenlebkuchen von Hand, in kleinen Chargen:

  1. Die Masse: Mandeln und Nüsse werden mit Eiweiß, Zucker, Honig, Gewürzen und Zitrusschale zu einer weichen Masse verrührt.
  2. Das Aufstreichen: Die Masse kommt in einer gleichmäßigen Schicht auf die runde Oblate.
  3. Das Ruhen: Die Rohlinge trocknen an der Oberfläche leicht an, damit sie beim Backen ihre Form behalten.
  4. Das Backen: Kurz und bei hoher Hitze, damit der Lebkuchen innen saftig bleibt.
  5. Der Überzug: Nach dem Abkühlen bekommen die Elisen ihre Schokolade oder ihren Zuckerguss, die Sorte Natur bleibt, wie sie ist.

Weil die Manufaktur gläsern ist, können Sie bei einer Führung jedem dieser Schritte zusehen.

Ist ein Elisenlebkuchen glutenfrei?

Nicht automatisch. Der Teig eines Elisenlebkuchens enthält wenig oder, wie bei uns, gar kein Mehl. Die klassische Oblate darunter wird aber aus Weizenmehl hergestellt. Deshalb sprechen wir bei den großen Elisen bewusst von "ohne Mehl im Teig" und nicht von glutenfrei.

Wer auf Gluten verzichten muss, findet bei uns eine eigene Auswahl, zum Beispiel Mini Elisen ohne Oblate. Sie ist im Shop klar als glutenfrei gekennzeichnet.

Wie lagert man Elisenlebkuchen richtig?

  • Kühl und trocken: Zimmertemperatur reicht, direkte Sonne und Heizungsnähe schaden.
  • Luftdicht: Am besten in der Dose, so bleibt die Feuchtigkeit im Lebkuchen.
  • Getrennt nach Sorten: Lebkuchen mit Zuckerguss und mit Schokolade getrennt aufbewahren, damit der Guss nicht weich wird.
  • Haltbarkeit: Ungeöffnet sind unsere Elisen mehrere Monate haltbar, das genaue Datum steht auf jeder Packung.

Die häufigsten Fragen zum Elisenlebkuchen

Was ist der Unterschied zwischen Elisenlebkuchen und normalem Lebkuchen?

Der Anteil an Nüssen und Mehl. Ein Elisenlebkuchen hat mindestens 25 Prozent Mandeln und Nüsse und höchstens 10 Prozent Mehl. Einfache Lebkuchen enthalten deutlich mehr Mehl und weniger Nüsse.

Warum ist ein Elisenlebkuchen teurer?

Mandeln und Nüsse kosten ein Vielfaches von Mehl. Ein hoher Nussanteil macht den Lebkuchen saftiger und aromatischer, aber auch aufwendiger in der Herstellung.

Muss ein Elisenlebkuchen aus Nürnberg kommen?

Nein. Nur "Nürnberger Lebkuchen" muss aus Nürnberg stammen. Elisenlebkuchen ist eine Qualitätsstufe und kann überall gebacken werden, wenn die Zutaten stimmen.

Wofür ist die Oblate da?

Die Masse ist so weich, dass sie ohne Unterlage beim Backen auseinanderlaufen würde. Die dünne Oblate gibt ihr Halt.

Wie erkenne ich einen guten Elisenlebkuchen?

Mandeln und Nüsse sollten weit vorne in der Zutatenliste stehen, idealerweise mit Prozentangabe. Mehr dazu in unserem Artikel Elisenlebkuchen kaufen: Woran Sie echte Qualität erkennen.

Elisenlebkuchen aus der gläsernen Manufaktur

Unsere Elisen entstehen in der Bremer Überseestadt, von Hand und nach Familienrezept, mit über 40 Prozent Mandeln und Nüssen und ohne Mehl im Teig. Im Lebkuchentest der Frankfurter Allgemeinen Zeitung belegten unsere Original Elisen Platz 3 von zehn.

Zu unseren Elisenlebkuchen →

Glutenfrei genießen? Hier geht es zur glutenfreien und veganen Auswahl.